himmelNah
15.Tür -nicht allein

Hast du dich in dieser Adventszeit schon mal einsam gefühlt?
und das vielleicht auch mitten im Trubel
oder mit deiner Familie?
Und es liegt nicht an dir,
denn du bist sympathisch, liebevoll
du hast Freunde,
und wirst gemocht, geschätzt;
und dann
machst du die 3.Kerze an,
ganz allein,
du isst einen Keks mehr
und auch noch den Weihnachtsmann
und es ahnt niemand,
lächeltest du doch beim Abschied.
du machst nichts falsch
und die anderen auch nicht,
bist vielleicht die einzelne Kerze im Gesteck,
neben der Lichterkette
und Tannengrün mit Kugeln,
ein schönes Arrangement;
aber manchmal ist die Batterie leer von den anderen Lichter
oder die Zeit…
nicht Gott gewollt
fühlte sich Gott selbst
in seinen letzten Stunden hier auf Erden allein und verlassen,
verzweifelt
und er war nun wirklich der Beste hier,
er kann sehen
wie es dir und mir
manchmal geht,
und im Verstehen auf dich zu gehen,
unser Wunsch in Erfüllung geht:
da kommt jemand zu mir;
so zünde ich die 3. Kerze an,
komme auch zu mir,
ich mache es mir schön,
und im hellen Lichterschein
mit einmal nicht mehr so allein.

die Kerzen gehen nicht mehr alle an, Advent ist vorbei, und ich sitze hier am 1. und schaue ins Graue, es war schön und Silvester auch, Raclette wie immer lecker und ich wie immer vollgegessen, viel gelacht, liebe Menschen um mich, und doch sitze ich nun hier und frage mich, Neues Jahr, neues Glück? Warum eigentlich? Nur weil sich die Zahl ändert? ist doch alles gleichgeblieben, bis auf die Anzeige auf meiner Waage vielleicht… das neue Jahr soll besser werden, auf jeden Fall anders aber warum sollte es das? Warum jetzt und nicht letztes Jahr schon? Neu-Start, Neu-Anfang, nochmal von vorne, jetzt mache ich es richtig… aber mal ehrlich, wer will bei Monopoly schon wieder zurück auf Los? okay, die denen die Park- und Schlossstraße nicht gehören. Ist es das? Weil wir etwas nicht haben? und natürlich wollen wir Gesundheit, brauchen wir sie und Kraft und Freude und Liebe. ein neues Jahr, neue Hoffnung oder eine neue Illusion? dieses Jahr, dieses Jahr vielleicht, bestimmt…bitte, ich wünsche mir das auch. Aber was wäre, wenn schon alles gut ist, jetzt! nicht das „gut“ woran wir als erstes denken, aber gut, weil es eben Leben ist und Leben ist hell und dunkel, Gesundheit und Krankheit, Liebe und Angst, Gemeinschaft und Einsamkeit, Stillstand und Wachstum, Lachen und Weinen, Leben und Tod. natürlich wollen wir mehr, und besser, das sollen wir, das dürfen wir, das müssen wir, denn diese Kraft in uns ist einzigartig, da werden wir eingeladen, mitzuwirken, selbst zum Schöpfer zu werden, zu gestalten, da wachsen wir, manchmal unsichtbar für andere und für uns an innerer Stärke, auch wenn wir nicht wandern können. Das ist kein „schwacher“ Trost, das ist Leben, das sind wir großartig, und ja, es gehen nicht mehr alle Kerzen an, aber der nächste Advent kommt ja wieder und dazwischen wünsche ich uns ein wunderbares Jahr 2026 mit Leben in ganzer Fülle. Samuel Harfst- das Privileg zu sein https://www.youtube.com/watch?v=zVadKJ2LxN8&list=RDzVadKJ2LxN8&start_radio=1

„Ich bin noch gar nicht in Weihnachtsstimmung“ aber was genau ist diese Stimmung? häufig wurde eine besondere Freude als eine solche beschrieben und ein präsent- sein ein genießen- können einen Frieden spüren. falls es dich beruhigt: Maria fühlte sich ganz bestimmt auch nicht in der richtigen Stimmung als Jesus geboren wurde und ich bin auch froh, dass es ja Heiligabend heißt, ABEND! und ich noch den dreiviertel Tag Zeit habe, um zu saugen, Wäsche zusammen zu legen, noch Käse und Brötchen für morgen zu kaufen, Haare zu waschen, neue Batterien in die Lichterkette zu legen, zu kochen, zur Apotheke zu gehen, die letzten Geschenke zu verzieren, spazieren zu gehen, damit ich noch rauskomme, meine Mutter willkommen zu heißen, den Hund meiner Mutter willkommen zu heißen, die Küche aufzuräumen,… und dann, ja dann darf Jesus auch endlich in mein Leben geboren werden, ich hoffe nur, dass ich dann nicht zu erschöpft für ihn bin, wann genau wollte er nochmal kommen? Wie, er ist schon da? hier, jetzt? mitten in meinem Chaos und meinem Unperfekten … sitzt er da auf dem Sofa mit diesem Blick und dem Lächeln, streichelt den Hund meiner Mutter und ihm schmecken meine krummen Nussecken, der Wäscheständer neben meinem Tannenbaum stört ihn nicht, mich auch nicht und plötzlich ist sie da die Stimmung, dieses Lächeln und warme Gefühl im Bauch, weder von mir noch von meiner Umgebung abhängig, „Oh du Fröhliche…“ singe ich aus tiefstem Herzen.

wenn du gebrannte Mandeln zuhause selbst machst gibt es immer diesen einen Moment, wenn der Zucker krümelig und bröselig ist und nichts passiert, außer dass der Zucker und die Mandeln immer seltsamer werden und du fängst an zu glauben, dass es nichts geworden ist und du denkst auch schon darüber nach, alle Mandeln in den Müll zu werfen, schade oder so ein Mist… und genau dann muss man weitermachen, scheinbar endlos passiert weiterhin erstmal nichts, aber fast unerwartet karamellisiert dieser Krümelzucker, du darfst wie ein Irrer rühren und die schönste zuckrige karamellisierte Schicht legt sich um die Mandeln und macht sie so lecker. wann denkst du in deinem Leben, dass es nichts geworden ist, dass es nichts mehr wird? und dass du es eigentlich in den Müll werfen könntest… mach weiter, mach weiter! irgendwann legt sich das Glück auch um dein Leben, um dein Herz, macht es süß und richtig gut.

mein Herzens-Wunsch wieder auf meiner Wunschliste wie auch letztes Jahr und das zuvor und wieder nicht erfüllt… so lehne ich am Baumstamm mit Blick in die Wälder genieße die Sonne, die Schönheit deiner Schöpfung und weine mit dir zusammen, bis mir auffällt, dass ich ja gar nicht alleine bin, wenn ich mit dir gemeinsam weinen kann. kommen dir noch Tränen? oder zu beschäftigt… mit den Wünschen der anderen oder deinem Wunsch, den anderen zu gefallen. vielleicht strengst du dich auch einfach nur noch mehr an beim Blick auf den Corona-Teststreifen oder auf dein Konto, beim leeren Sessel oder weil du nicht gesehen wirst, vielleicht ist die Tür zu deinem Partner verschlossen oder er ist weg, vielleicht verstehst du die Welt nicht mehr oder einfach nur dich selbst nicht. Zwei Tage bis Weihnachten und neben Mehl, Eiern und Schokolade und dem hastigen Spurt in den Supermarkt, weil noch Backpulver fehlt dürfen wir da hinschauen, was uns in unseren Leben fehlt, was anders gelaufen ist als gedacht, unserem Unerfüllten Raum geben… damit Jesus auch genau dort sein kann, wo wir ihn brauchen, in unserem Stall; das hat sich Maria bestimmt anders vorgestellt und doch kamen die Weisen genau dort hin und bringen ihre Geschenke in unsere Armut.

ich war tanzen, natürlich nicht allein und es geht immer noch, das mit Wasser in Wein, sogar in Glühwein😊 und viel Spaß, okay, vielleicht waren es auch meine 4,50 Euro, aber der Spaß war echt, und die lächelnden Menschen, spontane Gespräche am Feuer zum Aufwärmen. Ich habe dann mal zugehört, was Jesus denn so zu den Leuten gesagt hat, ob er ihnen von seinem Vater oder vom Himmel erzählt hat… aber sowas habe ich erstmal nicht gehört. Er stand einfach bei ihnen, hat auch gelächelt, sie angesehen, sie gesehen. Ihnen zugehört, sie gehört. war einfach da, liebevoll und das war genug.

heute mal hoch hinaus und Himmel erreichen wollen, nicht sterbend, sondern einfach jetzt schon, erwartungsvoll neugierig, und aufgeregt wie wird es da sein? wirklich alles gut? mein Traum-Ort? ob es da dann auch Camper gibt? aber bestimmt nur mit Strom… und freie Zeit so viel wie ich möchte, wunderschöne Sonnenaufgänge für die ich früh morgens nicht zu müde bin; die liebsten Menschen an meiner Seite, die, die mich sehen in deren Augen und Armen immer ein Lächeln und ein Herzliches Willkommen strahlt ich fühle mich zuhause, frei und lustig und alle können machen, was sie wollen und für alle ist es gut und wir essen zusammen, reden, lachen, erzählen bei Pizza und Tiramisu... leicht schmunzelnd beobachtet jemand neben mir meine Bemühungen. warum hoch hinaus wollen? der Himmel kommt doch Weihnachten auf die Erde.

Freundschaft, Gemeinschaft, Zusammensein, Zusammenarbeiten… verletzt manchmal, weil du mich verletzt hast, ja klar, aber… also wenn du mich nicht körperlich geschlagen hast, sondern mit deinen Worten, kann mich das eigentlich verletzen? doch nur, wenn ich es zulasse…. Wann lasse ich es zu? in dem Moment, wo du mir etwas bedeutest, du mir wichtig bist, eine Rolle in meinem Leben spielst, denn dann bedeutet das was du sagst etwas, dann ist mir wichtig was du sagst und es spielt eine Rolle wie du über mich denkst. und wenn das was du sagst und über mich denkst etwas „Negatives“ ist, dann kann ich überlegen, innehalten, ob das stimmt? wenn ja, dann tut es mir leid, dann ist es wertvoll für mich, zu wissen und ich versuche das zu ändern. und wenn es nicht stimmt? dann kann ich dir das sagen und entweder du glaubst mir oder nicht. wenn nicht? dann kann ich das nicht ändern, dann muss ich das auch nicht ändern. wenn du mir nicht glaubst, dann muss ich aber auch nicht auf einmal anfangen, dir zu glauben! und genau an dem Punkt verheddern und verknoten wir uns oft, wenn wir sie überzeugen wollen, dass sie das Falsche über uns glauben, da hängen wir manchmal noch fest, gebunden an Altes und was früher über uns ausgesprochen wurde, „brauchen“ Bestätigung, aber du darfst neu entscheiden, das Negative über dich nicht mehr glauben, nicht annehmen, sondern wieder weggeben, abgeben, vergeben, dann wirst du vielleicht immer noch verletzt, aber wie der sanfte Kuss einer Mutter mit dem Pusten fliegt der Schmerz in den Himmel. (Hinweis: es ist nur ein Teilaspekt eines sehr komplexen Themas!)

mit den Fackeln in die Nacht raus, einfach mal los in das Dunkel ist aufregend, es mutet fast gefährlich, das Feuer ist echt und vor dem Mut wartet noch die Angst und braucht eine zweite Hand, ein gutes Wort und dann wird das Licht ins Dunkel getragen. Der Wind zerrt an der Flamme, Funken fliegen, der Weg holprig und die Fackeln brennen anders als gedacht, es ist kühl, es ist ein Abenteuer, das bestanden glücklich macht und stolz und es gibt was zu erzählen. einfach mal eine Fackel nehmen, ein gutes Wort, eine Tat, ein Mittagessen, eine Hilfe, einen Euro und ins Dunkel hinein, mitten hinein, Segen sein als Licht.

Wie man Freundschaft schafft: durch Gemeinsamkeiten, Spaß haben, einander zuhören, sich sehen und versuchen zu verstehen; Dinge erzählen, die zeigen wie schwach ich bin; lachen über die Schwächen, aber in einer guten Art und Weise; die schrägen Angewohnheiten und Fehler benennen und dann stehen lassen, sich niemals besser fühlen, aber auch nicht schlechter; den anderen ermahnen, ermutigen, trösten, unterstützen, bremsen, herausfordern, lieben. was Freunde schaffen: das Leben leichter, besser, bunter, weiser, lustiger leben; über sich hinauswachsen und Größe zeigen, sich verändern können, weil ich schon gemocht werde, so wie ich jetzt bin, vergeben sich Zeit geben oder das Lieblings-Shirt, Freundschaft, eine Kostbarkeit, zu pflegen, denn sie kann auch gehen, nicht schnell, sondern einfach nur unbedacht, kein Streit, aber auch keine Aufmerksamkeit. „wo zwei oder drei in meinem Namen (in Liebe) versammelt sind, da bin ich (die Liebe) mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20 in Freundschaft können wir Gott ganz nah kommen und er uns, so ist heute unser Gebet, an unsere Freunde zu denken, vielleicht auch an die, die wir schon länger nicht gesehen oder gehört haben, und an die anderen natürlich auch, dankbar, tolerant, voller Freude.
